Unterwasserlaufband

Ein Unterwasserlaufband ist ein Laufband in einem speziellen Wasserbecken.

Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Häufig wird das Laufband im Rahmen der Rehabilitation im Anschluss an orthopädische Operationen eingesetzt, aber auch zur Gangbildschulung, Muskelkräftigung (mit Gelenkentlastung), zum Muskelaufbau, als Gleichgewichtstraining sowie zur Gewichtsreduktion.

Der entscheidende Vorteil beim Training ist, dass der Körper durch den Auftrieb des Wassers vom eigenen Gewicht befreit ist und die (erkrankten) Gelenke dadurch entlastet werden. Da das Wasser jedoch beim Laufen einen Widerstand bildet, werden die Muskeln schonend und schmerzarm aufgebaut. Zugleich wird durch die gleichmäßige Bewegung des Laufbandes das physiologische Gangbild geschult und Fehlbelastungen vorgebeugt.

 

Die Temperatur des Wassers bewirkt einen therapeutischen Effekt: warmes Wasser regt die Durchblutung an, entspannt Atmung und Muskulatur und wirkt sich so schmerzlindernd aus; kälteres Wasser wird bei Patienten mit schlaffer Muskulatur eingesetzt.

Das Unterwasserlaufband lässt sich bestens auch bei aktiven Sporthunden einsetzen. Mittels Gegenstromanlage, Bergauflaufen, hoher Laufgeschwindigkeit oder individuellem Intervalltraining wird die Muskulatur optimal aufgebaut und die Ausdauer trainiert – ein toller Ausgleich zum täglichen Training!

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In meiner Praxis verwende ich ein Unterwasserlaufband der Firma Physio Tech.

Vorteil ist der stressfreie Einstieg über eine rutschfeste Rampe sowie die Möglichkeit bei Bedarf das Laufband mit einem Steigungswinkel einzustellen.

Zu Beginn wird der Hund langsam an das Unterwasserlaufband (Einstieg, Einsatz der Pumpe etc) gewöhnt, danach mit dem ansteigenden Wasserpegel vertraut gemacht.

Erst nach sicherer Eingewöhnung wird mit dem eigentlichen Training begonnen.

Dieses dauert je nach Therapieziel zwischen einigen Minuten und einer halben Stunde. Wie tief der Patient dabei im Wasser steht und ob das Laufband eben oder mit einem Steigungswinkel eingestellt ist, hängt vom jeweiligen Krankheitsbild bzw. Trainingsfortschritt ab. Nach der Therapieeinheit wird der Hund getrocknet und darf wieder nach Hause.